Katzencafés in Berlin

Ein Bericht über die 3 (Stand April 2025) Katzencafés in Berlin

Präambel

Im Zuge eines 3-tägigen Aufenthalts habe ich Berlin erkundet und auch dessen folgende 3 Katzencafés besucht und getestet. Ich stelle sie euch vor in der Reihenfolge wie ich sie besucht habe. Jedes Katzencafé ist auch vollumfänglich verlinkt, falls ihr auch mal dorthin wollt. Bei der Bewertung zu jedem Katzencafé gibt es auch den Reiter "Allergikerkick". Dies stellt das Ausmaß dar, in welchem ein guter Freund, welcher mich begleitet hat und eine Katzenhaarallergie hat, von seiner Allergie beeinträchtigt wurde.

"Catnip Coffee"
  • Adresse: Warschauer Str. 69, 10243 Berlin
  • Bezirk: Friedrichshain
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  • Das erste Katzencafé, welches ich besuchte, war das sogenannte "Catnip Coffee". Ich war zum ersten Mal in einem Katzencafé und lernte zum ersten Mal die eigentlich immer gleichen Regeln für Katzencafés kennen: Niemals beide Türen gleichzeitig öffnen! Der Eintritt in ein Katzencafé ähnelt dem Prozedere des Betretens eines Hochsicherheitsbereiches oder eines Dekontaminationsbereiches, einfach aufgrund der Tatsache, dass man durch 2 Türen gehen muss, welche nicht gleichzeitig offen sein dürfen. Man betritt also erst einen 1-Quadratmeter Vorraum und dann das eigentliche Katzencafé. Denn sonst entkommen ja die Katzen! Ansonsten gilt natürlich: Katzen nicht hochheben, nicht am Schwanz ziehen, nicht mit Blitz fotografieren, nicht füttern, nicht beim Schlafen stören. Diese Regeln konnte man direkt am Eingang eindeutig und mehrsprachig lesen, Tipps für den optimalen Kontakt mit den 4-Beinern gab es darauf auch. Die Kasse, Küche und auch die zur Schau gestellten Kuchen befanden sich hermetisch vor den 4-beinigen hygenietechnischen Herausforderungen (Grüße vom Gesundheitsamt) getrennt direkt beim Eingang. Die verschiebbare Glasscheibe zur Kasse wurde auch stets nur minimal kurz geöffnet. Es ist also kein Coronarelikt, sondern einfach eine absolut typische bauliche Eigenheit von Katzencafés, um sowohl das Gesundheitsamt als auch das Veterinäramt zufrieden zu stellen (gar keine so einfache Aufgabe). Nur so kann sichergestellt werden, das keine Katzenhaare im frisch servierten Kaffee und keine Pfotenabdrücke im Kuchen landen, aber auch keine ungesunden Mengen an Kuchensahne und Kaffeemilch in Katzenmägen landen.

    Das Café bestand im Kern aus einem kleinen Vorraum mit Blick auf die Hauptstraße bei der Kasse mit einer Möglichkeit zum Sitzen, einem engen Gang zum hinteren Bereich und dem eigentlichen Hauptraum mit 2 paar deckenhohen Fenstern zu einem Innenhof. Im Anschluss daran befanden sich die Toilette (Unisextoilette, wir sind immerhin in Berlin) und Personalbereich, welchen die Katzen dank Katzenklappe jederzeit betreten konnten, sollten sie (verständlicherweise) ihre Ruhe haben wollen. An den Wänden gab es bis zur Decke Möglichkeiten für die Katzen auf nachträglich eingebauten Stufen und Netzen zu klettern und das Café zu überblicken.

    Die Speisekarte gab es als PDF per QR-Code auf den nummerierten Tischen. Kurz wurden die 4 Katzen und ihre Geschichte vorgestellt, allesamt gerettete Straßenkatzen. Eine absolut adequate gute Auswahl an Heiß- und Kaltgetränken und auch eine handvoll verschiedener kleiner Speisen und Kuchen fanden wir vor, Cookies, Muffins, belegte Brötchen, alles preislich insgesamt vertretbar. Bestellt wurde selbständig vorne an der Kasse, dann zum Tisch mit der genannten Nummer gebracht und am Ende das Geschirr selbständig nach vorne gebracht. Ein Bedienungskonzept, welches manchem vielleicht nicht gefallen würde, mir aber tatsächlich sehr gefallen hat (ich werden ungerne bedient und mache solche Kleinigkeiten viel lieber gerne). Ich bestellte einen von einer der Katzen empfohlenen Karamellmilchshake und später noch einen cuten kleinen Käsekuchen, dekoriert mit Kakaopulver gestreut in Pfotenform. Meine Begleitung (Fachpersonal auf dem Gebiet Käsekuchen) befand ebendiesen für tatsächlich sehr gut, ein Urteil, welchem ich mich nur anschließen kann.

    Die Katzen wuselten größtenteils durch das Kaffee und waren sehr aktiv, eine schlief die meiste Zeit unseres Aufenthaltes auf einem der Klettervorsprünge an der Wand. Es lag auch Spielzeug zur freien Benutzung aus, das Personal war sehr hilfsbereit und freundlich. An der Gesundheit und Gepflegtheit der Katzen gab es nichts auszusetzen. Grundsätzlich sollte man aber bei Katzencafés nicht die Erwartung haben immer bei jedem Besuch katzenunterhaltungstechnisch voll auf seine Kosten zu kommen. Denn man besucht quasi die Katzen in IHREM zuhause und hat gerade mal KEINE der Katzen Lust auf Interaktion, dann gibt es auch nur schlummernde Katzen zu beobachten und keine zum Spielen. Die Fähigkeit dies zu akzeptieren ist in meinen Augen eine Grundvorraussetzung für einen Besuch in einem Katzencafé.

    1. Gastronomie:
    2. Katzen:
    3. Aufbau/Grundriss:
    4. Atmosphäre:
    5. Allergikerkick:
    6. Gesamtbewertung:
    "Pee Pee's Katzencafé"

    5€ Gebühr, 1 person job, viel an den Wänden, absolut überfordernde Deko, ein großer Rectangle, sehr entspannte Katzen, schüchternes Personal, entspannte Musik

    "Zur Mieze"

    Abfertigung, Ampel, schöne geschmackvolle Einrichtung, guter Grundriss, hohe Preise (Charlottenburg), kleine Auswahl(nur French Press), entspannte Musik, Spielzeug zur Benutzung